Tag: neues-deutschland

Die Magie der Emanzipation

Vom 16.03.2021 | Thema: Belarus, Literatur | Auftraggeber: neues deutschland

Für das nd habe ich mich etwas genauer mit dem Roman “Camel Travel” (Droschl) von Volha Hapeyeva beschäftigt.

“Zu Beginn ist da die Erinnerung an einen Ritt auf einem Kamel, in den 1980ern irgendwo in Kirgisien. Die sechsjährige Volha sitzt auf diesem Tier, das so gar nichts mit ihrer belarussischen Heimat zu tun hat. Von ihrer Tante wird sie zu diesem typischen Touristenfoto gewissermaßen gezwungen. Dann gibt der Fotograf der kleinen Volha auch noch zu verstehen, »dass ich mit meinem Kugelbauch auf dem Foto nicht gerade eine Traumfigur abgeben würde«. Volha zieht den Bauch ein und erhebt die rechte Hand, »als wollte ich jemanden grüßen«, ihr Lächeln ist wegen der steifen Haltung ziemlich schief…”

Im Hall der leeren Arenen

Vom 01.03.2021 | Thema: Sport, Fußball | Auftraggeber: neues deutschland

Am 1. März 2020 habe ich, wie wohl viele Unioner, mein letztes Spiel an der Alten Försterei gesehen. Seitdem ist viel passiert und in anderer Hinsicht auch gar nichts passiert. In dieser unseligen Situation fühlt man sich weitgehend auf sich zurückgeworfen. Der Kopf ist voller Fragen. Und dieser Text musste einfach raus. Erschienen am 27. Februar 2021.

Grundrauschen der Revolution

Vom 04.02.2021 | Thema: Literatur, Kultur, Belarus | Auftraggeber: neues deutschland

Für neues deutschland habe ich den neuen Roman “Revolution” (Voland & Quist) des belarussischen Schriftstellers Viktor Martinovich besprochen.

“Abraham Lincoln war der Meinung, man solle einem Menschen Macht geben, um seinen Charakter zu erkennen. Man könnte meinen, diese Einsicht habe Pate gestanden für den neuen Roman »Revolution« von Viktor Martinowitsch. Der belarussische Schriftsteller beschäftigt sich in vielen seiner Bücher und Essays mit den Auswirkungen von Macht, was daran liegt, dass seine Heimat eine Art Langzeitlaboratorium autoritärer Herrschaft ist. In »Paranoia« beispielsweise, Martinowitschs Debüt aus dem Jahr 2009, exemplifiziert er auch auf sprachlich atemberaubende Art und Weise, wie der böse Geist des Autoritarismus das Denken und Fühlen verhext…”

Der Aufbruch und die Frauen

Vom 06.01.2021 | Thema: Belarus, Literatur | Auftraggeber: neues deutschland

Für das neues deutschland habe ich das Buch “Belarus. Das weibliche Gesicht der Revolution”, das im Berliner Verlag Edition.fototapeta erschienen ist, besprochen. Der Artikel ist am 4. Januar 2020 erschienen. Hier ein Auszug:

“Es ist eine Zusammenstellung von Texten, Gedichten, Dokumenten, Einwürfen und Stimmen - ein buntes, ein grelles Kaleidoskop des belarussischen Selbstermächtigungsprozesses. … Es ist dem Berliner Verlag Edition.Fototapeta zu verdanken, dass es dieses wichtige Buch nun gibt. Ein Buch, das versucht, die Proteste soziologisch und politikwissenschaftlich zu erklären, das mit der Vielgestalt der Texte aber gleichzeitig genügend Resonanzräume für Nachdenklichkeit, Widersprüche, Skepsis und viele neue Fragen bietet.”

Liebe, Krieg, Konservendose

Vom 27.10.2020 | Thema: Belarus, Reisen | Auftraggeber: neues deutschland

In der Wochenendbeilage “Metropole” ist eine gekürzte Version meines längeren Beitrages über meine erste Reise nach Belarus im Jahr 1995 erschienen, der im Buch “Die erste Reise” (Reisedepeschen) von Gerhard Waldherr veröffentlicht wurde. HIER gibt es den Text online.